Earspeaker – elektrostatische Kopfhörer

Der Aufbau von Treibern, die nach dem elektrostatischen Antriebsprinzip arbeiten, ist zugleich simpel und kompliziert. Einfach deshalb, weil es nur ein bewegliches – im Sinne von schwingendes – Teil gibt. Das folgende Schema repräsentiert einen Treiber.

Die sogenannte Bias-Spannung lädt das Diaphragma. Es handelt sich dabei um eine feste Gleichspannung, die permanent von der zuspielenden Driver Unit gehalten wird. Der Klang kommt dadurch zustande, dass die beiden Statoren (in der Abbildung oben mit + und – bezeichnet) dem Musiksignal entsprechend geladen werden, das geladene Diaphragma in der Folge also anziehen bzw. abstoßen. Diese Schwingungen der an die straff gespannte Folie angrenzenden Luft können vom menschlichen Ohr als Schall wahrgenommen werden.

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Driver Units – Verstärker für elektrostatische Kopfhörer

Driver Units für elektrostatische Kopfhörer liefern 5 Outputs je Steckbuchse, mit Hilfe derer entsprechende Kopfhörer elektrische Signale in akustische Signale umwandeln können. Zum einen wird die Bias-Spannung bereitgestellt, eine Gleichspannung, die das klangerzeugende Diaphragma lädt um eine elektromagnetische Interaktion mit den beiden Statoren je Treiber zu ermöglichen. Üblich sind dabei 2 Spannungsniveaus, einerseits 230V für den „Normal“-Ausgang und 580V für den „Pro“-Ausgang. Ohne die Bias-Versorgung läuft bei einem elektrostatischen Hörer nichts.

Das eigentliche Musiksignal wird, wie bei dieser Art Anwendung üblich, getrennt nach Links und Rechts ausgegeben. Da elektrostatische Hörer prinzipbedingt symmetrisch betrieben werden, werden pro Seite 2 Signale benötigt. Diese beiden Signale für Rechts – üblicherweise als R+ und R- bezeichnet – verhalten sich zueinander wie im Schaubild oben dargestellt. + und – sind zueinander invertiert bzw. um 180° phasenverschoben.